Schmergow an der Havel - die Perle am Trebelsee
Vom Getränkefachgroßhandel zum Ausflugsrestaurant.

Mit der Währungsunion (Einführung der "D"-Mark als offizielle Währung der DDR) zum 01.06.1990 machten sich die Eheleute Reinhard und Edeltraud Fröhlich mit einem Getränkefachgroßhandel für die die Gastronomie selbstständig. Anfänglich diente der eigene Hof und die leergeräumten Garagen & Ställe als Lager und Verkaufsräume. Die Schmergower Bevölkerung war 1990 hungrig und durstig auf alles was "Neu" war. Die Männer trafen sich ganz zufällig zur gelegentlichen Flasche Bier oder auch zwei, was zur Routine wurde. Anfangs begnügte man sich mit einem kleinen separaten Raum, wo man auf umgedrehten Bierkästen gesessen hat, später kamen auch Stühle, Tische und Bänke dazu. Natürlich wenn man sich trifft, zusammen ein Fläschchen Gerstensaft genießt, wurde auch mal schnell ein Skat gekloppt, weil man aber beim Bierlachs nicht immer nur Bier getrunken wurde kam auch schnell mal ein Körnchen dazu. Stück für Stück wurden der vorhandene Raum  schnell zu klein. Weil der eigene Hof mit den Garagen sehr beengt war, wurde 1991 auf dem Nebengrundstück eine neue Lager-Halle mit integriertem Abholmarkt für Selbstabholer errichtet.

Aus dem neuen Abholmarkt wurde schnell ein kleiner Gemischtwarenladen, wo jeder seine Wünsche äußern durfte. Es dauerte nicht lange, da kam der der Wunsch nach frisch gezapften Bier auf und durch die Modernisierung der durch den Getränkegroßhandel belieferten Gaststätten, war auch schnell ein Tresen gefunden und installiert. Es kamen Stühle und Tische dazu und der erste Name entstand "Zum stillen Zecher". Aber wer was trinkt der bekommt auch Hunger und aus kalter Bockwurst und Boulette entstand sehr schnell Strammer Max und Hamburger Schnitzel, Pommes usw., also wurde wieder Stück für Stück weiter aus-, um- und  ausgebaut. Es entstanden neue Toiletten und eine neue Küche. In Anlehnung an das Schwarzbier "Märkischer Landmann" wurde aus dem "Stillen Zecher" "Zum Landmann", aber weil der Familienname ja Fröhlich heißt wurde sehr schnell "Zum fröhlichen Landmann" daraus. Der Getränkegroßhandel wurde 1995 eingestellt und nur noch die Gaststätte betrieben. Die Lagerhalle wurde umgebaut so das weitere Räume sowie ein Saal entstanden ist.

2016 erfolgte ein Generationswechsel, neuer Betreiber ist Michael Fröhlich (Sohn der Eheleute Fröhlich) mit dazugehörigem Namenswechsel, aus "Zum fröhlichen Landmann" wurde das Restaurant & Eiscafé SANS SOUCI - Schmergow.

Wieso der Namenswechsel?

Weil der Inhaber ständig gefragt wurde, ob er der "fröhliche Landmann" sei (dies ist ja sicherlich lustig, wenn man 1x gefragt wird, aber nicht 3x am Tag, 7 Tage die Woche und 6 Monate im Jahr). Er wählte den Name SANS SOUCI deshalb, weil historisch gesehen in der Blütezeit des Ortes, Anfang des 19. Jahrhunderts, als die anliegende Straße (der Ziegeleiweg) erschlossen wurde, sich ein neuer Baustil entwickelte. Die neuen modernen Häuser wurden von der Straße aus zurückgesetzt und was damals unüblich war, mit Vorgärten errichtet, wo die Anwohner Blumen, Sträucher und Bäumchen pflanzten. Durch diese neue Art von Vorgärten, was die Schmergower an die Parkanlage des Schloss Sanssouci in Potsdam erinnerte, hatte zur Folge das der Ziegeleiweg bei den Einheimischen als "Allee nach Sanssouci" bezeichnet wurde. Um dieser Geschichte Tribut zu zeigen wählte er diesen Namen!

SANS SOUCI - Schmergow  |  kontakt@sanssouci-schmergow.de